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Haseloff will Lockerung der Russland-Sanktionen

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), fordert nach der Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die US-Amerikaner einen anderen Umgang mit Russland. "Die aktuellen Entwicklungen im Iran sollten ein Anstoß sein, die deutsche Russlandpolitik zu überdenken", sagte Haseloff der "Welt am Sonntag". Notwendig sei eine "neue politische Offensive" zur Lösung des Konflikts.

Angesichts der angekündigten Sanktionen gegen den Iran, hält es der CDU-Politiker jetzt für "wichtiger denn je, mit unserem östlichen Nachbarn Russland im Gespräch zu bleiben". Es sei im gegenseitigen Interesse, zu "normalen Handelsbeziehungen" zurückzufinden. Eine "schnelle Lockerung" der EU-Sanktionen gegen Russland hält er allerdings zum gegenwärtigen Zeitung nicht für realistisch. Haseloff warnte davor, dass deutsche Unternehmen dauerhaft aus dem russischen Markt herausgedrängt werden könnten. "Sanktionen führen immer auch zu Innovationen und Neuorientierung bei den Betroffenen", sagte Haseloff. So sei bei russischen Unternehmen im Bereich der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie ein regelrechter "Entwicklungsschub" zu beobachten.

Meldung vom 13.05.2018

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