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Bahn kann Passagieransturm kaum bewältigen

Die Deutsche Bahn muss über die Ferienzeit einen besonders hohen Andrang in ihren Zügen bewältigen - und schafft das nur mühsam. Seit diesem Sommer fahren im Schnitt täglich 30.000 Passagiere mehr mit der Bahn. Dabei hat das Unternehmen schon in den ersten sechs Monaten im Fernverkehr mit 395.000 Fahrgästen pro Tag einen Rekord eingefahren, wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet.

In den Gängen herrscht oft drangvolle Enge, weil die Bahn nur eine begrenzte Menge zusätzlicher ICEs und ICs einsetzen kann. Reservewagen sind bei dem kaputt gesparten Unternehmen generell knapp. Im Sommer kommt hinzu, dass die Bahn an bis zu 800 Stellen täglich baut. Dadurch verlängert sich auf einigen Strecken die Fahrtzeit, etwa weil eine Umleitung nicht zu vermeiden ist. Der Zug steht dann aber für die Rückfahrt nicht rechtzeitig zur Verfügung und muss durch einen Reservezug ersetzt werden. "Ansonsten gerät der Fahrplan außer Kontrolle", wie ein Bahnsprecher erklärt. Die Folge ist, dass derzeit alles auf der Schiene rollt, was bei der Bahn irgendwie einsatzbereit ist. Die Situation, am äußersten Limit zu fahren, wird sich erst entspannen, wenn alle ICEs der jüngsten Generation ausgeliefert worden sind. Zusätzlich will die Bahn an ihre ICEs künftig einen weiteren Wagen anhängen. Doch diese Maßnahme wird auch in den Sommerferien 2019 keine Entlastung bringen, da die Verträge mit dem Hersteller Siemens noch nicht unterschrieben sind.

Meldung vom 10.08.2018

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