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Haseloff: Kohle-Firma Mibrag will in neue Branchen investieren

Nach Angaben von Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (CDU) will die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (Mibrag) im mitteldeutschen Revier in neue Wirtschaftszweige investieren. "Das Unternehmen plant, sich breiter aufzustellen, um so den Strukturwandel zu begleiten", sagte Haseloff der "Mitteldeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Das sei ein wesentliches Ergebnis eines mehrstündigen Gesprächs mit dem tschechischen Mibrag-Eigner und Vorstandschef des Energiekonzerns EPH, Daniel Kretinsky, am Montag gewesen.

Für Haseloff ist wichtig, dass EPH "ein klares Bekenntnis zum Standort und der Eigenständigkeit der Mibrag abgegeben hat". Das Kohle-Unternehmen arbeite an Konzepten, in der Chemie und anderen Industriebereiche tätig zu werden. Gleichzeitig wendete sich Haseloff gegen einen schnellen Kohleausstieg und kündigte ein mögliches Veto an: Er setze sich dafür ein, dass eine ostdeutsche Sperrminorität in der Kohlekommission genutzt würde, "wenn die Ergebnisse nicht akzeptabel sind". Die neuen Länder mit Kohleförderung und das Land Nordrhein-Westfalen haben mehrere Mitglieder in die Kohlekommission entsendet. Der Co-Vorsitzenden der Kommission, Ronald Pofalla, hatte zuletzt ein Ausstiegsdatum zwischen 2035 und 2038 ins Spiel gebracht.

Meldung vom 09.10.2018

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