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Naturschützer warnen vor Waldsterben in Sachsen-Anhalt

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) warnt vor einem Waldsterben in Sachsen-Anhalt. "Sturm, Trockenheit und Forstschädlinge haben Sachsen-Anhalt als waldarmes Land besonders getroffen", sagte NABU-Landesgeschäftsführerin Annette Leipelt der "Mitteldeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Im Harz seien vor allem reine Fichtenwälder betroffen, auch die Buche vertrage die Trockenheit schlecht.

Es gebe aber auch größere Kalamitäten im Raum Anhalt bei der Kiefer. "Das Land ist gefordert, die Waldbesitzer stärker und zügiger zu unterstützen", so Leipelt. Bisherige Mittel würden nicht ausreichen, um die Ausbreitung etwa des Borkenkäfers zu verhindern und den Waldumbau voranzutreiben. Damit teilt erstmals auch ein Umweltverband die Kritik der Waldbesitzer an der Förderpolitik des Agrarministeriums. Der NABU ist mit 7.000 Mitgliedern einer der größten Umweltverbände im Land. Agrarstaatssekretär Ralf-Peter Weber verwies auf eine neue Soforthilfe: "Die Waldbesitzer können seit Montag Anträge für das sogenannte Waldschutzprogramm stellen." Die Mittel könnten beispielsweise dazu verwandt werden, den Wald zu beräumen, Holz zu lagern und abzutransportieren. Dafür stehen laut Weber Bundes- und Landesmittel von zunächst 2,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Meldung vom 30.07.2019


Foto: über dts Nachrichtenagentur

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