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Arbeitslosenzahl im Mai weiter gestiegen

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Halle ist die Arbeitslosenzahl im Mai 2020 weiter deutlich gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind gegenwärtig 2.918 Frauen und Männer mehr arbeitslos gemeldet, teilte die Arbeitsagentur am Mittwoch mit. Im Vormonatsvergleich stieg die Arbeitslosenzahl um 1.280. Insgesamt waren Ende Mai 18.697 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im zurückliegenden Monat um 0,6 auf 8,7 Prozent. "Der negative Trend am Arbeitsmarkt setzt sich fort, wenngleich nicht mehr mit derselben Dramatik wie in den letzten zwei Monaten", sagte Petra Bratzke, Chefin der Hallenser Agentur für Arbeit. "Vor 20 Jahren hätte ein Ereignis wie die Coronakrise auf die Beschäftigungssituation erheblich größere Auswirkungen gehabt." Das sei aktuell trotz der erheblichen Verwerfungen in einigen Branchen nicht zu erwarten. "Doch insbesondere die zurückhaltende Einstellungsbereitschaft der Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr ist kritisch für Berufseinsteiger und Arbeitslose", so Bratzke. Im Agenturbezirk Halle hilft derzeit Arbeitgebern und Arbeitnehmern das Instrument der Kurzarbeit. "Die regionalen Unternehmen müssen ihre Fachkräfte nicht entlassen und können flexibel und schnell, ohne umständliche neue Bewerbungsverfahren, sofort wieder anfahren, sobald das möglich ist. Die Arbeitnehmer werden durch Kurzarbeit nicht gekündigt", so Bratzke. Davon profitiere die gesamte Region, weil jede Kurzarbeit besser sei als Arbeitslosigkeit mit ihren wirtschaftlichen und individuellen Folgen, so die Agenturchefin weiter. Die Zahl arbeitsloser Jugendlicher stieg im fünften Monat des Jahres um 260 Personen, der relative Anteil Jugendlicher an allen Arbeitslosen bleibt mit 10,3 Prozent hoch. Die Schulen haben derzeit mit dem Anlaufen des Schulbetriebs zu kämpfen. Deshalb beraten die Ausbildungsexperten der Agentur jetzt vorrangig telefonisch und auch per Mail. "Obwohl für viele Firmen die Lage aktuell angespannt ist, appelliere ich, die Ausbildungsverträge nicht zu lösen und die Entscheidung auszubilden nicht auf die lange Bank zu schieben. Eine Abwanderung der Jugendlichen würde schwere Folgen haben und den Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt verschärfen", sagte Bratzke.

Meldung vom 03.06.2020


Foto: über dts Nachrichtenagentur

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