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Deutlich weniger Adoptionsbewerbungen als vor zehn Jahren

Die Anzahl der Adoptionsbewerbungen in Deutschland ist im Verlauf der letzten zehn Jahre um 40 Prozent zurückgegangen. Ende 2019 lagen den Adoptionsvermittlungsstellen 4.278 Bewerbungen vor, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Standen 2009 einem zur Adoption vorgemerkten Kind noch rechnerisch neun potenzielle Adoptivfamilien gegenüber, waren es im Jahr 2019 nur noch fünf.

Als ein Grund für die sinkende Zahl der Adoptionsbewerbungen gilt der Fortschritt in der Reproduktionsmedizin, durch den einem unerfüllten Kinderwunsch inzwischen medizinisch besser begegnet werden kann. Unterdessen legte der Anteil der Stiefkindadoptionen weiter zu. Im vergangenen Jahr wurden 63 Prozent aller 3.744 Adoptivkinder von ihren Stiefeltern angenommen. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil noch bei 52 Prozent gelegen. Bei unter Dreijährigen zeigte sich dieser Trend besonders deutlich. Im Jahr 2009 waren 13 Prozent der Adoptivkinder im Kleinkindalter von einem Stiefelternteil angenommen worden (150 Fälle), zehn Jahre später traf dies bereits auf knapp die Hälfte der 1.731 unter dreijährigen Adoptivkinder zu (49 Prozent). Bis 2019 war die Stiefkindadoption nur in ehelichen Partnerschaften erlaubt, seit März 2020 ist sie auch in unehelichen möglich.

Meldung vom 04.08.2020


Foto: über dts Nachrichtenagentur

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