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Sachsen-Anhalts Ministerpräsident stolz auf Zusammenhalt in Halle

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat vor dem ersten Jahrestag des rechtsextremen Anschlags von Halle die Menschen in der Stadt für ihren Umgang mit der Tat gelobt. "Ich bin froh, dass wir dort eine große Solidarität der Menschen untereinander, für die jüdische Gemeinde, für die jüdischen Gemeinden insgesamt auch im Lande und darüber hinaus für die Opfer erlebt haben", sagte Haseloff im RTL/n-tv-"Frühstart". Und weiter: "Ich bin stolz, dass diese bürgerliche Gemeinschaft so zusammengehalten hat."

Den Anschlag im Oktober 2019 bezeichnete der Ministerpräsident als "Zäsur", die man sich deutlicher nicht vorstellen könne. "Die Perfidie, die Brutalität und die sogenannten Antriebskräfte dieses Täters, die sind so was von unvorstellbar, dass es das ganze Land und auch die Stadt Halle regelrecht durchgeschüttelt hat und völlig neue Fragen und Diskussionen erzeugt hat." Als Lehre aus der Tat und dem bisherigen Gerichtsprozess gegen den Täter sieht Haseloff die Verantwortung jedes einzelnen, bei Verdacht früher einzuschreiten. "Wir müssen den Menschen klarmachen, dass man auch im privatesten Bereich Verantwortung trägt auch für Personen, die scheitern, die sich als Loser fühlen, unversöhnt und unzufrieden, sich versuchen, so abzureagieren, dass sie Aggressionen gegen andere Personen, Menschengruppen, Religionen, Minderheiten loslassen." Der Täter sei ein Fall, bei dem der Staat keinerlei Zugang mehr gehabt habe, zum Beispiel über Ämter oder Sicherheitsbehörden.

Meldung vom 03.10.2020


Foto: über dts Nachrichtenagentur

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